Aufgeben beim Abnehmen

Wann ist es sinnvoll und wann nicht?

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Du willst Aufgeben beim Abnehmen? Hast aber noch Zweifel? Vielleicht liegt es daran, dass du eine „Kämpfernatur“ bist. Du hast wertvolle Zeit investiert. Warst diszipliniert um nun frustriert zu sein!? Im folgenden Bericht verrate ich dir, weshalb eine vermeidliche „Aufgabe“ nicht zwingend negativ ist. Zusätzlich erwarten dich hilfreiche Tipps, wie du aus der geplanten „Aufgabe“, eine „Zugabe“ mit stehenden Ovationen machen.

Aufgeben beim Abnehmen – Warum eigentlich nicht?

Oft verbinden wir den Begriff „Aufgeben“ mit etwas Negativem. Aufgeben…das ist doch nur etwas für Schwächlinge! Doch manchmal kann es besser sein, aufzugeben. Oder würdest du einen Bergsteiger, beim Versuch den Mount Everest zu erklimmen, als Schwächling bezeichnen, wenn dieser kurz vor dem Ziel aufgibt?

Aufgeben – Wer trifft diese Entscheidung beim Abnehmen?

Insgeheim trifft diese Entscheidung die wichtigste „Schaltzentrale“ in unserem Körper, das Gehirn. Es bewertet u.a. die Energieversorgung in unserem Körper, welche für uns lebensnotwendig ist. Doch wie „zwingt“ uns das Gehirn zum Aufgeben? So egoistisch es klingt: Unser Gehirn wird mit aller Macht versuchen, zu einer normalen Energieversorgung zurückzukehren und auf kurz oder lang die Oberhand behalten. An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass sich dieses Beispiel auf eine „zu niedrige Energieversorgung“ bezieht. Natürlich gibt es viele weitere Gründe, welche zum Aufgeben bewegen:

  • Unzufrieden mit dem Ergebnis
  • innere Erschöpfung
  • zu hoher Zeitaufwand
  • Lebensumstände (Familie, Kinder, Beruf)

Ein Beispiel:

Wer abnehmen möchte, setzt meist am „Kalorienhebel“ an. Kalorien werden reduziert. Es wird weniger gegessen, in der Hoffnung, dass sich das Körpergewicht, insbesondere der Fettanteil reduziert. Waren es z. B. vor dem Abnehmen noch 2000 kcal, werden diese nicht selten auf die Hälfte, auf 1000 kcal reduziert.

Unser Gehirn, welches sich auf die 2000 kcal verlässt, wird innerhalb kürzester Zeit in Alarmbereitschaft gesetzt. Es beschwert sich lautstark. Und auch, wenn wir es nicht hören können, sendet das Gehirn deutliche Signale:

  • ständiges Hungerfühl
  • Heißhungerattacken
  • innere Unruhe
  • sinkende Leistungsfähigkeit
  • leichte Reizbarkeit
  • schlechte Stimmung
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen

Motivierende Tipps zum Weitermachen

Close up glowing light bulb on green background

Thomas Edison – der Erfinder der Glühbirne – soll 10000 Versuche unternommen haben, bis er die Glühbirne zum Leuchten gebracht hat. Bemerkenswert ist dabei sein Zitat „Ich bin nicht entmutigt, weil jeder falsch entworfene Versuch ein weiterer Schritt vorwärts ist.“

Vielleicht lässt sich davon ein Teil in die geplante Gewichtsreduktion übernehmen. Denn auch, wenn es viele Gründe gibt, die zum Aufgeben bewegen, lohnt es den bisherigen Prozess genauer zu „durchleuchten“. Anbei einige hilfreiche Tipps, welche bei der Entscheidung „Soll ich aufgeben…oder nicht!?“ garantiert weiterhelfen:

Was hast du bereits investiert?

Notiere alles, was du bisher in dein Vorhaben „Abnehmen“ investiert hast (z.B. Zeit, Geld, Verzicht auf Lieblingsessen).  Schwarz auf Weiss lässt sich deutlich leichter bewerten, ob es wirklich die richtige Entscheidung ist, die bewältigte Wegstrecke frühzeitig zu verlassen.

Wie realistisch habe ich geplant?

Enttäuschung ist oft ein Grund das Abnehmen aufzugeben. Doch woher kommt die Enttäuschung? Kommt sie aus einer Diätzeitschrift, die verspricht 8 Kilo in 4 Wochen abzunehmen? Oder waren die selbst gesteckten Ziele zu hoch? Grundsätzlich liegt eine realistische Gewichtsabnahme bei 1-2 Kilo/monatlich. Vielleicht hilft dies bei deiner Einschätzung.

Befinde ich mich auf dem richtigen Weg?

Viele Wege führen nach Rom….auch beim Abnehmen.  Oft ist es schwierig den eingeschlagenen Weg  selbst zu bewerten. Sogar ihn infrage zu stellen. Hol dir im Zweifelsfall Unterstützung von außen. Vielleicht kennst du jemanden mit ähnlichen Erfahrungen. Bitte diese Person um Unterstützung. Auch fachkundige Beratung von einem Ernährungsberater oder Personaltrainer können hilfreich sein.

Weshalb möchte ich überhaupt abnehmen?

In schwierigen Phasen kann es hilfreich sein, sich genau diese Frage zu stellen. Was war ursprünglich mein Ziel? Weshalb möchte ich abnehmen? Was hat mich dazu bewegt?

Einfach mal Abschalten

Erinnere dich nochmals an den Bergsteiger am Mount Everest. Nur weil er den Gipfel nicht erklommen hat, bedeutet das, dass er es nicht nochmals versuchen wird. Es ist also keine Schande die erworbenen Erfahrungen mitzunehmen und einfach eine Pause zu machen.

 

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