Tipps für das gesunde Pausenbrot

Wertvolles Snacks und Getränke für den Schulalltag

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In Deutschland sind immer mehr Kinder übergewichtig. Neben mangelnder Bewegung ist das vor allem auf eine ungesunde Ernährung zurückzuführen. Experten haben deshalb einen Blick in die Brotdosen von Schülern gewagt und dabei festgestellt, dass viele von ihnen regelmäßig Süßigkeiten und ungesunde Lebensmittel als Pausenbrot dabei haben. Sie rufen Eltern deshalb dazu auf, mehr Wert auf ein gesundes Pausenbrot zu legen.

 

Ungesundes Pausenbrot begünstigt Übergewicht und Krankheiten

Das Pausenbrot in der Schule ist eine sehr wichtige Mahlzeit für Kinder. Hier holen sie sich die Energie, die sie für einen konzentrierten Schultag benötigen. Eltern, die ihren Kindern regelmäßig ungesunde Pausensnacks zubereiten, riskieren damit Erkrankungen, Mangelerscheinungen und Übergewicht. Wenn Kinder nicht genügend Vitamine und Nährstoffe zu sich nehmen, leiden sie häufiger an Erkältungen und anderen Krankheiten. Darüber hinaus machen Süßigkeiten schnell dick.

 

Schokolade macht nicht nur dick, sondern hemmt auch das Lernverhalten

Kinder mögen sie natürlich, doch Müsliriegel, Milchschnitte oder Joghurts für Kinder enthalten viel Zucker und Fett. Der übermäßige Verzehr entsprechender Produkte kann daher schnell zu Übergewicht führen. Als Snack für die Pause eignen sie sich darüber hinaus erst recht nicht. Der hohe Zuckergehalt lässt den Blutzuckerspiegel kurz ansteigen. Das sorgt im ersten Moment für einen Energieschub und erhöhte Konzentration. Sinkt der Spiegel jedoch wieder, fühlen sich die Kinder schlapp und ausgelaugt.

 

Vollkornbrot ist gesünder als Brot aus weißem Mehl

Brot ist ein wichtiger Energielieferant. Es ist für Kinder besonders wichtig, da sie in der Pause und im Sportunterricht beim Spielen, Springen und Toben viel Energie verbrauchen. Um ihren Speicher wieder aufzuladen und so mit Konzentration dem Unterricht folgen zu können, ist ein zuverlässiger Energielieferant unerlässlich. Vollkornbrot ist dabei wesentlich gesünder als reines Weizenmehl. Kinder, die jedoch nicht an Vollkornbrot gewöhnt sind, werden es wahrscheinlich zunächst nicht mögen. Daher bieten sich in der Gewöhnungsphase Mischbrote und Brote mit sehr feingemahlenem Korn an. Diese sind sehr saftig und dadurch oft schmackhafter.
Als Belag eignen sich kalorienreduzierter Käse oder fettarmer Wurstaufschnitt. Diese enthalten nicht nur weniger Kalorien, sondern sind auch leichter zu verdauen. Es muss aber nicht jeden Tag Wurst aufs Pausenbrot. Jede Woche sollte mindestens ein vegetarischer Tag eingelegt werden. Dazu eignen sich vegetarische Aufstriche, Joghurt oder Quark. Kleiner Tipp: Gurkenscheiben auf dem Brot liefern zusätzliche Vitamine!

Obst und Gemüse gehören in jede Brotzeitbox!

Nicht nur für Erwachsene, auch für Kinder ist die tägliche Zufuhr von Vitaminen wichtig. Daher sollte jeder Pausensnack eine Portion Obst und Gemüse enthalten. Experten haben herausgefunden, dass Kinder Obst und Gemüse dann am liebsten Essen, wenn es bereits in mundgerechte Stücke vorgeschnitten ist. Daher sollten sich Eltern jeden Morgen die Mühe machen, frisches Obst und Gemüse zu putzen und klein zu schneiden. Damit das Gemüse das Brot nicht aufweicht, eignen sich Brotdosen mit separaten Fächern.

Als Gemüse für die Brotzeitdose eignen sich besonders gut:

  • Paprika
  • Gurken
  • Kleine Tomaten
  • Kohlrabi
  • Karotten

Die Eltern sollten immer wieder variieren, damit die Kinder mit allen nötigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Auch wenn Kinder gerne Süßes essen, sollten Schokoriegel und Co. nur ausnahmsweise in der Brotbox landen.

Besser sind süße Obstsorten wie

  • Trauben
  • Äpfel
  • Bananen
  • Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren
  • Birnen

 

Auch das richtige Getränk ist entscheidend

Zu einer guten Pausenernährung zählt nicht nur das Pausenbrot, auch der Inhalt der Trinkflasche ist wichtig. Zuckerhaltige Getränke wie Fanta und ähnliche Erfrischungsgetränke sind tabu, erst recht Cola und Spezi, die Koffein enthalten. Besser ist Wasser. Kinder haben jedoch gerne ein Getränk mit Geschmack in der Flasche. Dafür eignen sich ungesüßte Früchtetees oder stark verdünnte Saftschorlen.

Fazit

  • Es ist nicht schwer, ein gesundes Pausenbrot anzurichten
  • Vollkornbrot, Obst und Gemüse sind die Grundpfeiler eines ausgewogenen Snacks
  • Obst und Gemüse, das bereits in mundgerechte Stücke geschnitten wurde, wird eher gegessen als ganze Früchte
  • Zuckerhaltige Speisen und Getränke sollte nur in Ausnahmefällen den Weg in die Schultasche finden
  • Immer das gleiche Pausenbrot ist langweilig
  • Abwechslung sorgt zudem für einen ausbalancierten Vitamin- und Mineralstoffhaushalt
  • Wasser und ungesüßte Tees sind die besten Getränke für die Schule
  • Eine ausgewogene Ernährung fördert die Konzentration und hilft beim Lernen