Gesunde Fette

Welche Fette sind gut für unseren Körper?

Foto: © Olga Lyubkin

Gesunde Fette finden wir in unserem umfangreichen Nahrungsangebot. Unsere Aufgabe speziell beim Einkauf besteht darin, die gesunden Fette  zu erkennen und in unseren Speiseplan zu integrieren.

Gute Fette unterscheiden sich im Wesentlichen von den ungesunden Fetten darin, dass Sie vom Körper leichter aufgenommen und für wichtige Körperfunktionen verwendet werden können. Unser Körper speichert die gesunden Fette daher weniger stark im Fettgewebe, was viele gesundheitliche Vorteile bringt.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren kann unser Körper selbst bilden. Deshalb werden sie auch als nicht essenzielle bzw. nicht lebensnotwendige Fettsäuren bezeichnet. Trotzdem werden den einfach ungesättigten Fettsäuren viele, positive Gesundheitseffekte gut geschrieben, wie z.B. die Senkung des gefäßungünstigen LDL-Cholesterins oder der Vorbeugung einer Arterienverkalkung. In Lebensmitteln finden Sie die einfach ungesättigten Fettsäuren vorwiegend in Raps- und Olivenöl, Mandeln und Haselnüssen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Aufgrund Ihrer vielseitigen, gesundheitlichen Vorteile könnte man die mehrfach ungesättigten Fettsäuren als „Premiumfette“ bezeichnen. Durch ihre flüssige Konsistenz sind diese im Vergleich zu den gesättigten Fettsäuren leichter verdaulich und werden von unserem Körper als Bau- und Funktionsstoffe verwendet.

Eine dieser mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist die Linolsäure, die vom Körper selbst nicht produziert werden kann und somit eine essenzielle bzw. lebensnotwendige Fettsäure darstellt. Vorkommend in Sonnenblumen-, Weizenkeimöl, Haferflocken und  Soja muss diese Fettsäure regelmäßig durch die Nahrung aufgenommen werden. Die Linolsäure wird auch als Omega-6-Fettsäure bezeichnet.

Ebenfalls essenziell sind die Omega-3-Säuren, die auf keinem Speiseplan fehlen darf. Man unterscheidet zwischen pflanzlichen und tierischen Omega-3-Fetten.  Die pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren sind im Wesentlichen in Leinsamen und Leinsamenöl enthalten. Auch Walnüsse, Walnussöl und Rapsöl enthalten dieses gesunde Fett, wenn auch nur in geringeren Mengen.

Besonders wichtig für den menschlichen Körper sind die tierischen Omega-3-Säuren, die vor allem in fetten Seefischen, wie Lachs, Makrele und Hering enthalten sind. Insgesamt empfehlen wir Ihnen wöchentlich 2-3 Fischmahlzeiten, um gesundheitlich von diesen gesunden Fetten zu profitieren.

Auf das richtige Verhältnis kommt es an

Neben zahlreichen positiven Effekten sind die Omega-6-Fettsäuren für die Synthese von entzündungsfordernden Gewebshormonen verantwortlich, die u.a. entzündliche Prozesse, sowie eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit bei Sportlern fördern. Die Omega-3-Fettsäuren wirken diesen negativen Auswirkungen entgegen und sorgen für weitere positive, gesundheitliche Effekte, wie:

– Erhöhung des Grundumsatzes
– besserer Abbau von Körperfett
– Senkung des Blutdruckes
– entzündungshemmende Wirkung
– schnellere Regeneration

Empfehlenswert ist ein Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren von 1 : 4.

 

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