Funktionswäsche zum Laufen

Vorteile und Tipps zum Kauf von Funktionsunterwäsche zum Laufen

Foto: © Werner Heiber

Wann benötigst du zum Laufen die Funktionswäsche?

Mit dieser Frage fällt es leichter die richtige Wahl zu treffen. Da es gerade beim Einsatzbereich große Unterschiede gibt, habe ich meine Tipps saisonal nach Herbst/Winter und Frühjahr/Sommer unterteilt.

Das richtige Material

Frühjahr/Sommer
Bei warmen/heißen Temperaturen ist es enorm wichtig, einen kühlenden Effekt zu erzielen. Polypropylen ist für diese Aufgabe bestens geeignet. Es speichert keine Feuchtigkeit und leitet diese zu 100% weiter. Auch Polyester ist eine gute Wahl. Durch eine spezielle Verarbeitung der Fasern wird zusätzlich ein kühlender Effekt erzielt. In stark schwitzenden Körperzonen, wie Rücken und Arme ist es sinnvoll, dass zusätzliche Mesheinsätze eingearbeitet sind, welche die Feuchtigkeit schneller und besser weiterleiten.

Herbst/Winter
Sobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, ist es wichtig auf eine gute Wärmeisolation zu achten. Was das Material angeht, eignen sich Polypropylen und Polyester am besten und sichern durch eine spezielle Verarbeitung die wertvolle Speicherung der Körperwärme. Um diesen Effekt zu verstärken, ist oft die Innenseite der Wäsche leicht aufgeraut bzw. wattiert. Dies verstärkt den wärmenden Effekt beim Laufen im Winter.

Welche Vorteile bietet die Funktionswäsche zum Laufen?

Funktionswäsche unterstützt die Wärmeisolation und Feuchtigkeitstransport beim Laufen.

Um Topleistung zu bringen, ist es speziell für den Läufer wichtig, den Körper bei optimaler „Betriebstemperatur“ zu halten. Unser Körper unterstützt uns dabei, indem er schwitzt und so seine „hauseigene“ Klimaanlage aktiviert. Gerade bei extremen Witterungseinflüssen (Kälte, Hitze) ist es wichtig, dass die entstehende Feuchtigkeit direkt weitergeleitet werden kann. Funktionswäsche ist eine perfekte Lösung. Sie liegt unmittelbar auf der Haut auf und kann so die Feuchtigkeit direkt an die nächste Bekleidungsschicht weiterleiten. Der Feuchtigkeitstransport ist damit gesichert.

Bei kalten Temperaturen hat die Funktionswäsche eine weitere, wichtige Aufgabe. Neben dem Feuchtigkeitstransport,  isoliert sie die Wärme um so den Körper vor dem Auskühlen schützen bzw. die Wärmenergie zu speichern. Somit ist die Wärmeisolation – bei kalten Temperaturen – ein weiterer Vorteil der Funktionsunterwäsche.

 

Wichtige Funktionen

Frühjahr/Sommer
An heißen Tagen ist es wichtig, dass die überschüssige Wärme und Feuchtigkeit nach außen weitergeleitet werden. Durch diesen kühlenden Effekt behält der Körper seine optimale Leistungsfähigkeit.

Herbst / Winter
Die Witterungseinflüsse sind zur kälteren Jahreszeit oft intensiver als im Vergleich zum Frühjahr/Sommer. Um sich z.B. vor Kälte zu schützen ist die Wärmeisolation der Funktionswäsche enorm wichtig. Zusätzlichen Schutz bieten z.B. Windstopper, welche in kälteempfindlichen Zonen, wie Brust und Oberschenkel eingesetzt werden.

Die richtige Größe / Passform
Die saisonalen Unterschiede sind hier gering. Aus diesem Grund unterscheiden wir hier ausnahmsweise zwischen Oberbekleidung/Unterwäsche.

Oberbekleidung
Für einen optimalen Feuchtigkeitstransport sollte die Funktionswäsche eng am Körper anliegen. Achte jedoch darauf, dass du den Oberkörper, Arme oder Schulterbereich nicht zu stark einengst. Bei einem Langarmshirt sollten die Ärmel mindestens über das Handgelenk reichen. Die Länge der Oberbekleidung sollte über den Gesäßansatz reichen.

Unterwäsche
Ausreichend Bewegungsfreiheit ist das A und O bei der Funktionsunterwäsche. Um diese zu testen, solltest du bei der Anprobe typische Laufbewegungen (Beine anheben, seitlicher Ausfallschritt) simulieren.  Um im Winter mögliche „Kältebrücken“ zu verhindern, sollten Sie darauf achten, dass die Hose ausreichend lang ist. Diese Hosenbeine von langer Funktionsunterwäsche sollte mindestens über den Knöchel reichen.

Die richtige Pflege:
Funktionswäsche lebt von seiner Funktion. Vermeide unbedingt die Wäsche mit Weichspüler. Dieser würde die Poren im Material „verstopfen“ und die Funktionalität komplett lahmlegen. Funktionswäsche kann meist zwischen 30 und 40 Grad waschen – berücksichtige hierzu das Pflegeetikett.

Auch Laufschuhe benötigen regelmäßige Pflege.

WICHTIG: Vor allem das Material Polypropylen – welches oft bei Funktionswäsche verarbeitet wird – ist ein extrem hitzeempfindliches Material. Meide daher den Kontakt mit dem Bügeleisen.

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