Das Wandern ist bekanntlich des Müllers Lust und wenn Herr Müller das toll findet, muss schließlich auch etwas dran sein, an der Bewegung in der Natur!? Bereits im 13. Jahrhundert fanden die ersten Menschen Gefallen an dieser Bewegungsform und die ersten Berggipfel wurden erfolgreich erklommen. Wandern ist eine Bewegungssportart, die von Jung und Alt ausgeübt werden kann und bei der man alleine oder in der Gruppe in einem lockeren Gehtempo läuft und die vielseitigen Vorzüge einer Wanderung genießt.
Warum Wandern? - es gibt viele gesundheitliche Vorteile
Das einmalige Naturerlebnis ist sicherlich einer der Hauptgründe dafür, weshalb sich Millionen von Menschen jährlich für das Wandern begeistern. Traumhafte Berglandschaften, plätschernde Gebirgsbäche, die Ruhe der Natur, um nur einige der Vorzüge einer Wandertour zu nennen. Selbstverständlich darf die persönliche Herausforderung bei einer Wanderung nicht fehlen und so spielen nicht zuletzt die bewältigten Höhenmeter eine entscheidende Rolle. Ein bewältigter 2000er oder gar 3000er machen sich besonders gut, im persönlichen Wanderbericht, den man stolz den Daheimgebliebenen berichten kann.
Wandern ist gesund
Der gesundheitliche Aspekt sollte beim Wandern stets im Vordergrund stehen. Ihr Körper wird Ihnen den Bewegungssport Wandern von Herzen danken, denn eine Wanderung an der frischen Luft wirkt sich insbesondere auf Ihr Herz-Kreislauf-System positiv aus. Das lockere, gleichmäßige Tempo beim Wandern empfindet Ihr Körper sehr schnell als angenehm und dankt es Ihnen mit einem steigernden Wohlbefinden. Menschen mit Bluthochdruck profitieren ebenfalls von den Wandertouren und können damit den erhöhten Blutdruck langfristig senken.
Wandern ist gesund - Gesundheitliche Vorteile zum Beispiel für Muskulatur und Kreislauf
Falls Sie sich für eine bergige Wandertour entscheiden, sorgen die Aufstiege dafür, dass vor allem Ihre Oberschenkel- und Wadenmuskulatur beansprucht und gestärkt werden. Durch den gezielten Einsatz von Wanderstöcken können Sie übrigens die Belastung gleichmäßiger verteilen und erzielen dabei einen ausgeglichenen Trainingseffekt, durch eine gleichmäßigere Kräfteverteilung auf Oberkörper und Beine. Sparen Sie vor allem bergab wertvolle Kräfte und entlasten Sie durch die Wanderstöcke Ihre Knie. Ein weiterer positiver Aspekt, der für das Wandern spricht, ist das unvergleichliche Ruheerlebnis. Schalten Sie einfach mal ab von Arbeit & Co und genießen Sie die Ruhe und Ausgeglichenheit der Natur, herrlich.
Gut für Knochen, Immunsystem und Kopf
Das gleichmäßige Auftreten beim Gehen wirkt auf den Knochen wie ein leichter Reiz - der Körper baut daraufhin die Knochensubstanz besser auf. Gerade für ältere Menschen ist das wertvoll, weil regelmäßiges Wandern dem Knochenabbau und damit auch Osteoporose entgegenwirkt. Auch das Immunsystem profitiert: Wer regelmäßig draußen unterwegs ist, holt sich Tageslicht und damit Vitamin D, das für die Abwehrkräfte eine wichtige Rolle spielt.
Genauso wichtig ist der Effekt auf den Kopf. Der Mix aus gleichmäßiger Bewegung, frischer Luft und Natur senkt das Stresshormon Cortisol und sorgt nachweislich für bessere Stimmung. Wer nach einer langen Arbeitswoche zwei oder drei Stunden im Wald oder in den Bergen unterwegs war, kennt das Gefühl: der Kopf wird ruhig, die Gedanken sortieren sich von selbst.
Wie oft und wie lange wandern?
Wer einsteigt, muss nicht gleich mit Mehrtagestouren beginnen. Schon eine längere Tour pro Woche - etwa eineinhalb bis zwei Stunden in einem flachen Mittelgebirge - reicht aus, um den Kreislauf zu trainieren und die positiven Effekte auf Körper und Psyche zu spüren. Wer ehrgeiziger ist, kann am Wochenende auf vier bis sechs Stunden gehen und gerne auch ein paar Höhenmeter mitnehmen. Der Kalorienverbrauch liegt je nach Tempo und Profil bei etwa 300 bis 450 Kalorien pro Stunde - vergleichbar mit langsamem Joggen, aber deutlich gelenkschonender.
Tipps für den Einstieg
- Wanderschuhe sollten gut sitzen und eingelaufen sein - bei langen Touren ein entscheidender Punkt. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Wanderbekleidung für Damen und Herren.
- Im Zwiebel-Look anziehen: lieber dünne Schichten als ein dicker Pullover. So lässt sich die Kleidung je nach Wetter und Anstrengung anpassen.
- Wasser und kleine Snacks - etwa ein Apfel, ein Müsliriegel oder ein paar Nüsse - gehören immer in den Rucksack.
- Tour ehrlich an die eigene Fitness anpassen. Lieber eine kleine Runde, die Spaß macht, als ein Gewaltmarsch, der die Lust am Wandern verdirbt.
- Bei sonnigem Wetter Sonnenschutz nicht vergessen - in den Bergen ist die UV-Strahlung deutlich höher als im Tal.
Beliebte Wandergebiete in Deutschland
Wer noch nach einer passenden Region sucht, findet in Deutschland eine große Auswahl - vom Mittelgebirge bis in die Alpen. Fünf besonders beliebte Ziele:
- Harz: Der höchste Berg Norddeutschlands, der Brocken, ist das bekannteste Ziel. Der Harzer-Hexen-Stieg quer durch das Mittelgebirge ist eine der schönsten Mehrtagestouren in Deutschland.
- Allgäu: Sanfte Wiesen, klare Bergseen und die ersten richtigen Alpen-Panoramen. Viele Touren sind auch familientauglich, etwa rund um den Hopfensee oder die Breitachklamm.
- Thüringer Wald: Der Rennsteig - der wohl traditionsreichste Wanderweg Deutschlands - zieht sich über rund 170 Kilometer durch das gesamte Mittelgebirge.
- Schwarzwald: Tiefe Täler, dichte Wälder und berühmte Fernwanderwege wie Westweg, Mittelweg und Schluchtensteig. Auch für kurze Tagestouren ein Klassiker.
- Sächsische Schweiz: Die markanten Sandsteinfelsen rund um den Malerweg sind ein Hingucker und bieten Touren für jeden Anspruch - von gemütlich bis ausgesetzt.
Es gibt im Handel viele gute Wanderführer in denen abwechslungsreiche Wanderwege vorgestellt werden! Zum Beispiel das Buch Wandern mit Kinderwagen im Allgäu (ISBN/EAN: 9783862460533) mit Kinderwagenfreundliche Wanderwege für Familien
